Bali & Lombok

Bali. Kaum ein anderer Spot wird aktuell so gehypet, löst so viele Erwartungen aus, ist Reiseziel Nummer Eins für Luxushotelferiengäste, Taucher und Naturliebhaber, Abenteurer und Bergsteiger, Backpacker und (digitale) Nomaden. Nun war ich also auch da, hab drei Wochen lang so viel wie möglich aufgenommen, beobachtet und natürlich auch Ferien gemacht.

An dieser Stelle eine kleine Zusammenfassung mit den wichtigsten Infos zu unserer Route – wie ich das ganze fand, könnt ihr bald an anderer Stelle nachlesen.

Bali

Das erste, was ich von Bali erfahren habe, ist die Jagd auf günstige Taxifahrer und Geldautomaten – diese beiden Dinge prägen den Alltag massgeblich. Da ich nicht ständig mit mehreren Millionen Rupiah durch die Gegend laufen wollte, musste mindestens einmal täglich ein ATM aufgesucht werden (war dank der vielen Touristen auch kein Problem). Wer kein Roller fährt so wie ich, ist wohl oder übel auf Taxis angewiesen – die kosten natürlich mehr, aber noch lange nicht so viel wie bei uns. Achtet euch auf die blauen Autos (Bluebird), das sind die „offiziellen“. Uber, Grab & Co sind übrigens verboten – kann man versuchen, bekommt aber ganz schöne Strafen beim Erwischen. Apropos: Für Rollerfahrten unbedingt den internationalen Führerschein beantragen (und sich gut versichern, sowas gibt’s nämlich nicht).

Seminyak war der erste Stop. Für eine Nacht, hab den Ort also nur im Dunkeln gesehen. Was ich gesehen hab war schön, aber auch etwas laut und hektisch. Es ist definitiv sehr touristisch und gehört auch noch zur Partymeile Balis.

Am nächsten Tag ging es nach Canggu, das eigentlich echt schön ist. Hier gibt es alles, was das coole Herz begehrt: Granola-Smoothie-Bowls, Surfwaves und lange Strassen mit süssen Cafés, stylischen Läden und schönen Märkten. Es war mir dann aber doch etwas zu oberflächlich bzw. zu sehr an die Touristen angepasst. Schade!

Uluwatu hingegen fand ich einen guten Mix. Wir waren nur für einen Tag dort, haben am Single Fin, einer sehr steilen Klippe voller Märkten und Restaurants, gegessen was echt schön war, die Gegend ein bisschen erkundet und schlussendlich den Wassertempel besucht. Die vielen Leute haben auch hier etwas genervt – die meisten stellen sich einfach vor die Tempel, ohne sie überhaupt anzuschauen, aber um ein Foto zu haben – aber sonst war es echt schön. Zusammen mit all den Affen und dem Sonnenuntergang ein echtes Erlebnis!

An Ubud hatte ich dank etlicher Reiseblogs und Instagram sehr hohe Erwartungen. Das spirituelle Zentrum der Insel war dann aber echt schwer zu finden, da noch einige andere die Strassen bevölkerten. Keine Frage, es ist echt wunderbar, wir haben viele Tempel besichtigt, Reisfelder bewandert, Cafés und Warungs getestet, Läden und Märkte abgeklappert, Zeremonien und Konzerten beigewohnt – aber die Aura, die Ubud umgeben soll, liess sich doch nicht ganz entdecken.  Das mag nicht zuletzt an den ganzen Menschenströmen liegen, die die Hektik des Ortes noch verdichtet haben.

Ganz anders war es dafür in Padangbai. Das kleine Stranddorf war sehr wohltuend nach demud: Strand, Sonne, Fruchtsäfte und Urab-Urab war genau das, was wir brauchten. Entschleunigung pur.

Gili Trawangan

Gili T war vor allem „Wow“. Zuerst Wow – so ein unglaublich schöner Strand, so klares Wasser, so viel Karibikfeeling! Dann Wow – so viel Gedränge, so viele Partywütige, so viel Dreck. Die Insel ist echt schön, im Zentrum hatte es etwas viel Bass und dass alle fünf Meter die Musik wechselt, mochte ich jetzt auch nicht so. Ausserhalb hat es aber echt schöne Ecken und rund um die Inseln gibt es coole Cafés, Schaukeln und Hängematten für das perfekte Strandfoto 😉

Wir wollten zuerst vier Tage in Gili T bleiben, haben uns aber auch aufgrund der dürftigen Unterkunft entschieden, nach zwei Tagen weiter nach Gili Meno zu ziehen. Da alle drei Inseln je 1,5 km voneinander entfernt liegen, kein Problem, man hat 20 Minuten mit dem öffentlichen Boot – einfach ein Ticket am Hafen kaufen und los geht’s!

Gili Meno

Nur 25 Minuten von Gili T entfernt, liegt die zweite Insel. Hier ist schon alles viel ruhiger, aber auch weniger besiedelt und gepflegt. Perfekt für den Honeymoon, aber leider nur im Osten, der Westen ist etwas dreckig (zermüllt).

Gili Air

Wer ein bisschen von beiden Welten sucht, ist hier richtig. Gili Air ist etwas belebter als Meno, bietet aber dennoch genug Platz für ruhiges, gemütliches Verweilen.

Uns war es dann nach drei Tagen Strand auch genug, also ging’s nun weiter auf die Hauptinsel nach Lombok.

Lombok

Senggigi ist nicht schön. Muss man einfach so sagen. Es ist laut, hat nicht viel ausser grosser Hotelanlagen, Strand und ein paar Warungs. Dafür ist Lombok selbst super toll.

Die Natur ist fabelhaft: die Berge sind imposant, es hat beeindruckende Klippen und wunderbare Wälder. Die Kultur ist anders als in Bali, was nur schon wegen der Religion klar sein sollte, denn hier ist alles muslimisch. Auf Lombok hat es über tausend Moscheen, die man anschauen kann, die man auch hört, die Leute sind sehr gläubig, aber auch tolerant gegenüber Touristen, die kurze Hosen tragen. Es ist dennoch zu empfehlen, den Glauben zu respektieren und lange Sachen zu tragen 😉

Die Leute sind sehr zuvorkommend und freundlich, aber auch ärmer (so scheint es auf jeden Fall) und etwas aufdringlicher im Verkauf. Da der Tourismus noch nicht so angekommen ist wie in Bali, ist hier alles etwas ruhiger, fancy vegane Sachen sucht man hier lange und auch in den Preisen merkt man das (viel günstiger!).

Ich fand das ganz gut so, wer viel Natur und Ruhe mag, ist hier richtig.

Ich hätte gerne noch mehr gesehen von diesem Land, zumindest Java, Komodo und Flores, doch dafür war zu wenig Zeit. Insgesamt hat es mir gut gefallen, doch auf die Eindrücke gehe ich in einem weiteren Blogpost genauer ein. Ich werde auf jeden Fall wieder einmal herkommen.

Bei weiteren Fragen, hinterlasst doch gerne einen Kommentar 🙂

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2 Einträge zu „Bali & Lombok

  • Schöner Bericht!:) Warst du auch auf Kuta Lombok? Das hat mir persönlich am besten gefallen! Wir hatten aber auch immer einem Roller und konnten die einsamen Strände erkunden. Ist vielleicht fast ein Muss in Indonesien:)

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