«Wir wollen die Grenzen der Kommunikation weiter verschieben»

Die PR-Agentur Farner zieht nach 42 Jahren im Oberdorf an die Löwenstrasse und kommuniziert dies mit «540 Grad Kommunikation». Ich habe CEO Roman Geiser Fragen zu den bevorstehenden Veränderungen gestellt.

Herr Geiser, Farner zieht nun vom Oberdorf an die Löwenstrasse. In einer Mitteilung verkünden Sie, dass der Standortwechsel eine Neuausrichtung symbolisiere. Wie äussert sich diese? 
Veränderungsfähigkeit ist eine der Stärken der Agentur Farner und so wir haben uns in der 65-jährigen Geschichte ständig neu ausgerichtet. In den letzten Jahren bezog sich diese auf den Medienwandel und die digitale Transformation. Konkret beinhaltete dies die volle Integration der Kommunikationsdisziplinen hin zur komplettesten Agentur der Schweiz und die Digitalisierung des Angebots. Wir nennen das 360-Grad-Kommunikation und meinen damit, dass wir langjährige PR-Disziplinen wie Corporate Communications und Public Affairs durch Disziplinen wie beispielsweise Events oder durch Change ergänzt haben.

Parallel dazu haben wir die digitalen und kreativen Ressourcen massiv ausgebaut und bieten Content, Creative, Digital und Research aus einer Hand an. Farner ist aufgrund dieser erfolgreichen Neuausrichtung stark gewachsen, und die bisherigen Räumlichkeiten stiessen an Kapazitätsgrenzen. Am neuen Standort betritt Farner ein Gebäude, das mit seiner Kreisform unser 360°-Kommunikationsverständnis auch architektonisch widerspiegelt.

Ein 360 Grad Video zu den neuen, noch unfertigen Räumlichkeiten.

Sie erwähnen eine stark gestiegene Mitarbeiterzahl. Können Sie Zahlen nennen? Was hat zu diesem Erfolg geführt? 
Wir beschäftigen an unseren Standorten in der Schweiz mittlerweile über 100 Mitarbeitende, 85 davon im neuen Schmidhof in Zürich. Der Grund für dieses Wachstum liegt in der konsequenten Ausrichtung entlang des Medienwandels und der Digitalisierung. Überdurchschnittlich gewachsen sind wir entsprechend in unserem digitalen Bereich, im Bereich Performance & Social Marketing, in der Kreation und in Research & Analytics. Aber auch die Content-Disziplinen, die sich auf spezifische Branchen konzentrieren, sind gewachsen. Ausserdem haben wir die auf Veränderungskommunikation spezialisierte Agentur Enzaim, welche wir im letzten Jahr übernommen haben, unter das gemeinsame Dach im Schmidhof bringen können.

Warum wurde ausgerechnet der Schmidhof als optimale neue Liegenschaft ausgewählt? Was wird dadurch gegen aussen kommuniziert? 
Wie bereits erwähnt, symbolisiert der Schmidhof mit seiner Architektur unser Kommunikationsverständnis einer 360-Grad-Kommunikation. Nach 42 Jahren im Oberdorf wollten wir im Zentrum der Stadt bleiben und haben ein Objekt gesucht, das der multidisziplinären Arbeitsweise der Agentur besser entspricht und Raum für weiteres Wachstum bietet.

Sie erhöhen von einer 360° zu einer 540° Kommunikation – zumindest was die Räumlichkeiten betrifft. Zeigt sich das auch in der Strategie von Farner? Wenn ja, wie? 
Wir haben den Anspruch, die Grenzen der Kommunikation weiter zu verschieben. Die digitale Transformation begreifen wir als Chance und On- und Offline sollen von Beginn weg verschmelzen. Nebst der Pflege von starken Consulting-Disziplinen wie Public Affairs oder Finanzkommunikation werden wir auch künftig in unsere Kreativdienstleistungen, beispielsweise multimediales Storytelling und Bewegtbild, sowie in den digitalen Bereich, beispielsweise in Performance und Social Marketing sowie ins Community Management, investieren.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf persoenlich.com publiziert.

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