Viel zu viel

Von den enthusiastischen „ich schreibe jetzt jede Woche und mache nichts anderes mehr“ zu dieser andauernd währenden und  niemals aufhörenden Funkstille, welche durch gelegentliche Aufschreie meines Innenlebens und des schlechten Gewissens, gepaart mit emotionalen Ausbrüchen und leidenschaftlichen Schreibeskapaden unterbrochen wird. Seien wir realistisch, mehr als ein Artikel pro Monat ist im Moment einfach nicht drin.

Meiner Meinung nach könnte der Tag viel mehr Stunden haben. Dann könnte ich: Texte lesen, die relevanten und freiwilligen, die in den Bücher und empfohlenen Artikeln, Texte schreiben, für die Uni, für die Bachelorarbeit, für den Journalismus, für den Blog, für mich, Musik machen, singen, tanzen, Klavier spielen, ein neues Instrument lernen, zu zweit, zu viert, alleine, Musik hören, ein Konzert geben, ausgehen, Sport machen, Yoga, Joggen, Pilates, Boxen, Kraftsport, Badminton, Dehnen, Handstand üben, allein, zu zweit, in der Gruppe, im Fitnesscenter, draussen, zuhause oder auf dem Sportplatz, nachdenken, über mich, über die anderen, über das Leben, über den Tod, über die Menschen, die Tiere, wie ich sein will, wer wir sind, Freunde treffen, den Freund treffen, Liebe verbreiten, streiten, Bewerbungen schreiben, auf Antworten hoffen, Geld verdienen, Geld ausgeben, in Seminare gehen, das Leben planen, Bachelorarbeit schreiben, Thesen verwerfen und wieder aufstellen, andere Arbeiten schreiben, mich aufregen, Lebenskrisen durchmachen, leben –

oder einfach länger schlafen.

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